Einen wunderbaren Vortrag hat Uwe im März abgeliefert. Unter dem großen Überthema Lotus gab es zunächst mit dem "Goldenen Schnitt“ eine Einführung in eine wichtige Grundlagen der Ästhetik, Mathematik und Architektur. Von hier aus ging es direkt zum großen Genie hinter den kleinen Autos: Colin Chapman. Er gründete das Unternehmen Lotus und war Vater vieler bahnbrechender Entwicklungen. Anschließend widmete sich der Vortrag ausführlich den beiden Sparten Straßen- und Rennsportfahrzeugen vom Beginn 1952 bis zum Ende in den 80er Jahren.

"Motorräder im Möbelhaus",
so lautete das außergewöhnliche Motto des erfrischenden Vortrages, den unser Clubmitglied Manuel Greuling beim Februar Stammtisch hielt.
Durch die intensive Beschäftigung mit Motorrädern aus der Frühzeit der "Mobilwerdung" war er auf die Motorräder des sehr kleinen Motorradkonfektionärs Franz BÜCKER aus dem schönen Städtchen Oberursel im Taunus aufmerksam geworden. In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es unzählige kleine und kleinste Manufakturen, die besondere Motorräder - oft in nur sehr kleiner Stückzahl - produzierten. Neugierig geworden, recherchierte Manuel und fand heraus, dass einige der sehr schönen Zweiräder bis heute zu besichtigen sind - und zwar im Möbelhaus der Schreinerei KUNZ in Oberursel. Schon war die Idee geboren, sich hier einmal umzusehen und nach der erfolgreichen Kontaktaufnahme machten sich Manuel und sein Freund und Clubkamerad Sascha auf Entdeckungsreise. Ab 1922 baute Franz BÜCKER in der Oberen Hainstrasse zunächst in kleinen Stückzahlen Leichtmotorräder. Dabei bediente sich Franz Bücker bei den Motorenherstellern COLUMBUS, Fichtel & Sachs und HOREX, die ihre Motorräder nur 9 Kilometer entfernt bauten.

Bereits ab 1925 wurden Motorräder von 100 bis 1000 ccm entworfen, konstruiert und gebaut. Das schnellste und stärkste BÜCKER-Motorrad war die 1000er mit 75 PS und 170 km/h Höchstgeschwindigkeit. Der Firmengründer nahm in den Folgejahren erfolgreich an Motorradrennen und Geländefahrten teil und konnte zahlreiche Siege für sich verbuchen.Ab 1937 wurden neue Fabrikräume im Norden Oberursels gebaut.
Auf dem heutigen Gelände und Nachbargrundstück der Schreinerei KUNZ GmbH wurden in den Jahren 1937 bis 1955 Motorräder konstruiert und gebaut.

Die BÜCKER-Motorräder wurden von Groß- und Direkthändlern in ganz Deutschland aber auch nach Belgien, Niederlande, Griechenland und die Schweiz verkauft. Immer mehr Sportfahrer nahmen auf BÜCKER-Motorräder an Rennen, Zementbahnrennen und Zuverlässigkeitsfahrten teil. Bereits
1949 war das „Werksteam“ der Firma Bücker, bestehend aus F. Bücker, H.
Walz, K. Raufenbarth und Kompenhans auf vielen Rennen vertreten und erzielten mit ihren Maschinen Siege und Bahnrekorde. 1958 wurde der Betrieb auf den Verkauf und Reparatur von Goggomobilen umgestellt.
Danach wurde die Firma zum Ford-Haupthändler im Taunus.
Glücklicherweise haben einige der sehr hochwertigen Maschinen überlegt und können bis heute dort besucht werden. Ein tolles Thema und ein toller Vortrag, der uns sehr gefallen hat.